Räuchern wie im Mittelalter

 

 

In früherer Zeit haben die Menschen den Zunderschwamm als Räucherkohle verwendet. Es ist ein Pilz der an Bäumen wächst. Wir waren gestern los und haben diesen Pilz gesammelt. Dieser Pilz wird in Scheiben geschnitten, getrocknet und dann zum Feuer machen verwendet. Daher kommt auch unser Spruch „es brennt wie Zunder“. Dieser Baumpilz brennt sehr lange, ohne zu verglühen oder Funken zu versprühen. Mit diesem Baumpilz wurde zu mittelalterlichen Zeit Feuer über weite Strecken transportiert und auch Räucherwerk angezündet.

                                               

 

 

Hier im Norden von Deutschland wächst er sehr gerne auf toten Birkenholz, aber auch auf Buchen ist er sehr viel zu finden. Ihr könnt ihn ganz leicht vom Holz abtrennen. Ältere Exemplare des Zunderschwammes sind sehr fest am Holz. Ihr müsst dann mit dem Handballen unter den äusseren Rand des Baumpilzes schlagen. So lässt er sich dann leicht lösen. Er steht auch nicht unter Naturschutz, laut NABU. Trotzdem solltet ihr für den Anfang nur ein oder zwei Pilze mitnehmen.

 

                                                   

 

 

Am besten ist es, wenn ihr den Zunderschwamm zuerst einmal teilt. Passt bitte auf eure Finger auf, denn dieser Pilz ist sehr, sehr hart. Wenn ihr ihn geteilt habt, seht ihr drin die Trama. Das ist die bröckelige Substanz unter den Röhren und der Kruste. Diese Substanz ist der „Zunder“. Unsere natürliche Räucherkohle. Ihr könnt sie herausschneiden oder herauskratzen. Dementsprechend wie gross eure Stücke sein sollen. Das ist eigentlich schon alles. Zum Anzünden nehmt ihr am besten eine kleine Kohlenzange und ein kleines „Bunsenbrenner-Feuerzeug“.

 

Quelle:http://www.celticgarden.de/2014/09/wie-man-richtig-raeuchert/