Rituale für Anfänger

 

Viele Neulinge auf dem Gebiet sind unsicher was Rituale betrifft.

Deshalb möchte ich hier einen Überblick geben wie

und in welcher Reihenfolge ein Ritual durchgeführt werden sollte.

Es ist sehr wichtig, daß ein Ritual immer in der gleichen Art und Weise durchgeführt wird, damit sich ihr Unterbewusstsein sofort darauf einstellen

kann.

Auch sind alle Punkte wichtig und es sollte kein Teil ausgelassen werden.

Erst einmal benötigt man ein paar Utensilien, die für jedes Ritual

und jede Art von Magie gebraucht werden.

Dies wären

 

Eine Athame, es ist ein zweischneidiger Ritualdolch,

der ausschließlich für das Lenken von Energien genutzt wird und nicht etwa

für so profane Dinge wie Brot schneiden oder schnitzen.

 

Ein Kelch, aus jedem beliebigen Material

Eine Pentakelscheibe aus Metall, Holz oder Ton, eben aus einem erdigen Material, da es die Erde symbolisiert.

 

Ein Räuchergefäß, das aus feuerfestem Material sein sollte.

Wer nicht so viel Geld hat, um sich gleich richtig einzudecken,

kann sich auch mit einfachen Dingen wie Küchenmesser,

das aber dann nur noch für diesen Zweck benutzt werden darf,

 

Weinglas, ein Blatt Papier,

auf das ein Pentagramm gemalt wird, und einem Blumentopf aus rotem Ton behelfen.

 

So nun kann das Ritual beginnen.

 

 

 

1. Vorbereitung

 

Zu allererst ist es wichtig sich Zeit zu nehmen und sich erst einmal auf die Energien des Ortes an dem sie ihr Ritual ausführen einzustimmen.

Danach wird, wenn es mehrere Teilnehmer sind, besprochen,wer welchen Teilbereich des Rituals übernehmen möchte,wenn nicht eine bzw. einer das ganze Ritual leitet. Erfahrungsgemäß entsteht mehr Gruppendynamik, wenn jeder Part von einem anderen Ritualteilnehmer übernommen wird.

Nachdem alle Unklarheiten beseitigt sind, kann man zum festlichen Teil übergehen.

Wer möchte kann sich nun sein spezielles Ritualgewand und den dazugehörigen Schmuck anlegen. Die- Derjenige, wo sich zum Ritual nicht umziehen möchte, sollte darauf achten, daß sie Kleidung aus Naturfaser, wie Wolle, Baumwolle, Seide oder Leinen tragen, da diese die entstehenden Energien durchlassen. Aus diesem Grund zelebrieren auch einige ihre Rituale nackt, was meiner Meinung nach aber nicht unbedingt nötig ist.

Nun wird im Zentrum des vorgesehenen Kreises ein Altar mit Blickrichtung Osten errichtet. Sollte dies nicht möglich sein, weil der Kreis sich um ein Lagerfeuer bildet, wird der Altar im Osten aufgebaut, da dort die Sonne und auch der Mond aufgehen. Manche bestehen auch darauf für den Altar den Norden zu wählen, denn diese Himmelsrichtung steht für die Erde auf der wir leben und symbolisiert Macht und Stärke. Ich selbst bevorzuge den Osten, da hier die Sonne und der Mond aufgehen. Doch wie nun letztendlich der Altar platziert wird, hat keinen Einfluß auf die Wirksamkeit des Rituals. Nun wird ein Altar errichtet. Legen sie eine Decke auf ihren Altar, die dann den Bereich eingrenzt. Schmücken sie den Altar mit Blumen, Steinen und sonstigen Dingen, die sie mit dem Ritual in Verbindung bringen. Jetzt kommt für das Element Erde ein Gefäß mit Salz auf den Altar. Das Räuchergefäß mit Räucherkohle und Weihrauch für das Element Luft. Ihre Altarkerze steht für das Element Feuer. Und der Kelch mit Wasser, wie soll es auch anders sein, für das Wasserelement. Jetzt sind alle Elemente auf dem Altar vertreten. Dies ist wichtig damit die Elemente, wenn sie in den Kreis gerufen werden, sozusagen einen Aufenthaltsort haben. Den Beginn des Rituals zeigt das Anzünden der weißen Altarkerze an. Sie wird vor der Ritualkerze angezündet und zum Ende des Rituals nach der Ritualkerze gelöscht. Zum Löschen der Kerzen sollten sie immer einen Kerzenlöscher oder zwei befeuchtete Finger nehmen. Niemals dürfen sie die Kerzen ausblasen, denn es heißt, daß sich um die Kerzen die guten Geister versammeln, die durch das Ausblasen erschrecken und verschwinden. Und bei jedem Ritual sind wir sehr auf die Mithilfe dieser guten Geister angewiesen. Zusätzlich zur weißen Altarkerze benötigen sie je nach Ritual eine durchgefärbte Kerze.

 

 2. Reinigung

 

Beim zelebrieren eines Rituals sollten sie innerlich und äußerlich rein sein, denn sie möchten ja reine, gute Energien anziehen und nichts Negatives. In diesem Fall gilt das Sprichwort

 

                  "Gleich und Gleich gesellt sich gern".

 

Es ist ein Naturgesetz: Positives zieht Positives an, Negatives zieht Negatives an. Oder wie die Chinesen sagen, Schmutz gibt schlechtes Chi (Energie). Also sollten sie, wie auch der Raum oder der Platz, an dem sie ihr Ritual abhalten, sauber und ordentlich sein. Das schafft auch gleich eine ganz andere Atmosphäre. Nun kann die rituelle Handlung beginnen.

Nehmen sie den mit Wasser gefüllten Kelch in die rechte Hand mit den Worten:

               „Sei gesegnet du Geist des Wassers.“

 Anschließend nehmen sie das Salzgefäß in die linke Hand mit den Worten:

                           „Sei gesegnet du Geist der Erde.“

 Beide Arme werden nun zum Himmel gehoben um Kraft einfließen zu lassen.

Dabei wird folgendes gesprochen:

 

       Wasser und Salz reinigt mich an Körper und Seele,

         befreit mich vom allem Schädlichen,

        schenkt mir eure heilenden Kräfte durch die

        Macht des großen Geistes.“

 

               „So sei es! So sei es! So sei es „

 

Nun werden das Salz und das Wasser wieder auf den Altar gestellt.

Anschließend nehmen sie den Ritualdolch in die rechte Hand,

Linkshänder in die linke Hand und sprechen dabei:

 

                                  „Sei gesegnet“

 

Es werden drei Prisen Salz in das Wasser gestreut.

Mit dem Dolch rührt man dann im Uhrzeigersinn um und sagt:

        

         „ Möge dieser Dolch gereinigt sein,

          mögen diese Gefäße gereinigt sein,

            möge dieser Altar gereinigt sein!“

 

Entweder trinken sie nun einen Schluck oder besprengen sich mit dem Wasser.

Dann sprengt man mit dem Dolch einige Tropfen über den Altar mit den Worten:

 

               „Im Namen der Mutter Erde

                und des großen Geistes“

             „ So sei es! So sei es! So sei es!“

 

3. Schutzkreis

 

Nachdem sie nun gereinigt sind, können sie einen Schutzkreis ziehen.

Dies geschieht mit dem Ritualdolch innerhalb des Raumes in dem sie sich befinden.

Von Osten aus geht man im Uhrzeigersinn, also Osten, Süden, Westen,

Norden und man schließt den Kreis, indem man wieder im Osten endet.

 

Beginnen sie im Osten:

 

„Wächter des Ostens, Geist der Luft, die mich atmen läßt,

ich bitte dich in diesen Kreis, gib mir deinen Schutz.“

 

               „So sei es!“          Dreimal sagen

 

Und zum Süden:

 

„Wächter des Südens, Geist des Feuers, das mir Licht und Wärme gibt,

ich bitte dich in diesen Kreis, gib mir deinen Schutz.“

 

             „So sei es!“     Dreimal sagen

 

Nun geht es zum Westen:

 

„Wächter des Westens, Geist des Wassers, das mich tränkt und reinigt,

ich bitte dich in diesen Kreis, gib mir deinen Schutz.“

 

      „So sei es!“         Dreimal sagen

 

Schließlich zum Norden:

 

„Wächter des Nordens, Geist der Erde, die mich nährt,

ich bitte dich in diesen Kreis, gib mir deinen Schutz.“  

 

              „So sei es!“        Dreimal sagen

 

 

Durch den Gang zum Osten ist der Kreis nun geschlossen.

 

Als Abschluss wird folgendes gesagt:

 

„All ihr Wesen, die ihr nun gekommen seid,

behütet mich vor allen negativen Wesenheiten und Energien.

Verbannt alle bösen Geister aus diesem Kreis,

auf daß ich mich dem Guten öffnen kann. „

 

„So sei es!“       Dreimal sagen

 

 4. Erden

 

Stehen sie nun mit leicht gespreizten Beinen, die Füße in Schulterbreite auseinander,

damit sie einen festen Stand haben. Schließen sie die Augen

und atmen sie ganz ruhig und gleichmäßig ein und aus.

Achten sie auf ihren Atem. Atmen sie ganz bewusst tief und langsam ein und aus.

Konzentrieren sie sich ausschließlich auf ihren Atem, und lassen sie alle Gedanken, die kommen, außer Acht.

Durch dieses ruhige Atmen spüren sie wie auch sie immer ruhiger werden.

Wenn sie ganz zur Ruhe gekommen sind, stellen sie sich vor,

wie aus ihren Füßen Wurzeln wachsen, sie wachsen ganz tief in die Erde, tiefer und tiefer.


Beim Ausatmen lassen sie nun alles Belastende und Kranke,

allen Kummer und alle Sorgen durch diese Wurzeln bis ins Innerste der Erde, ins glühende Magma fließen, wo es transformiert wird.

Lassen sie sich dazu Zeit. Solange bis sie ein gutes Gefühl haben und fest verwurzelt mit der Erde dastehen.

Nun lassen sie Ihre Äste wachsen aus dem Kopf, aus den Schultern und Armen. Ihre Äste wachsen immer höher dem Licht, der Sonne entgegen.

Es bilden sich Blätter und eine ausladende Baumkrone entsteht.

Jedes ihrer Blätter saugt diese kosmische Energie, diese unbändige Kraft der Sonne auf.

Dieses goldene Licht fließt nun in ihre Füße und Beine, steigt langsam von unten ihren Körper hoch, fließt in beide Arme und in den Kopf.

Lassen sie sich auch hierfür genügend Zeit.

Sie sind nun ganz erfüllt mit diesem goldenen Licht, das ihr Herz öffnet und den ganzen Körper mit Liebe durchflutet.

Genießen sie dieses herrliche Gefühl und nehmen sie es nun mit in ihr Tagesbewusstsein.

Kommen sie langsam wieder zu sich, öffnen sie die Augen,

recken und strecken sie sich, und sie sind wieder im Hier und Jetzt.

Sie sind nun voll mit kosmischer Energie, voll mit Liebe,

die sie in ihr Ritual einbringen, um entsprechend wirken zu können.

 

5. Hauptteil

 

Dieser Teil ist von Ritual zu Ritual ganz verschieden. Je nachdem ob es ein Jahreskreisfest ist, ein Vollmond-Ritual oder ein magisches Ritual.

Ausführliche Ritualbeschreibungen nach denen man Schritt für Schritt vorgehen kann, finden sie in drei Anleitungsbüchern, die über den Link ANDERSWELT bestellt werden können.

 

6. Öffnen des Schutzkreises

 

Nachdem der rituelle Teil beendet ist, wird der Schutzkreis wieder geöffnet.

Dies wird wieder mit dem Ritualdolch gemacht, diesmal aber gegen den Uhrzeigersinn beginnend im Osten mit den Worten:

 

         „Wächter des Ostens, Geist der Luft,

           ich danke dir, daß du zu diesem Ritual gekommen

           bist und mir deinen Schutz verliehen hast.“

 

Weiter zum Norden:

 

          „Wächter des Nordens, Geist der Erde,

          ich danke dir, daß du zu diesem Ritual gekommen

          bist und mir deinen Schutz verliehen hast.“

 

Weiter zum Westen:

 

        „ Wächter des Westens, Geist des Wassers,

          ich danke dir, daß du zu diesem Ritual gekommen

         bist und mir deinen Schutz verliehen hast.“

 

Weiter zum Süden:

 

       „ Wächter des Südens, Geist des Feuers,

        ich danke dir, daß du zu diesem Ritual gekommen

       bist und mir deinen Schutz verliehen hast.“

 

Wieder endend im Osten:

 

         „ All ihr Wesen, die ihr durch die Energie

          dieses Rituals angelockt wurdet,

         seid verabschiedet und geht wieder dahin zurück,

         von wo ihr gekommen seid.“

 

         „So sei es!“       Dreimal sagen

 

Nun beginnt bei den Gruppen der gemütliche Teil mit essen, trinken, Musik und Tanz. Wird diese Ritualanleitung in einer Gruppe verwendet,

braucht man nur beim Text statt der Ich-Form die Wir-Form anwenden.